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Mit lediglich zwei Punkten auf dem Konto startet Deutschland am Freitag in die Hauptrunde der Handball-EM 2018. Die Chancen auf das Erreichen des Halbfinals könnten dennoch schlechter sein - das liegt auch am Spielplan.

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Nach einer durchwachsenen Gruppenphase mit Unentschieden gegen Slowenien und Mazedonien sowie einem für die Hauptrunde nicht mehr relevanten Erfolg gegen Montenegro geht es für die deutschen Handballer bei der EM in Kroatien nun um alles.

Ab jetzt darf sich die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop keinen weiteren Patzer mehr leisten, sonst ist der anvisierte Einzug ins Halbfinale außer Reichweite.

"Jetzt sind wir zum Siegen verdammt", sagt DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Das gilt für den Europameister schon an diesem Freitag beim ersten Hauptrunden-Match gegen Tschechien - den nominell schwächsten Gegner in der nächsten Turnierphase.

Anschließend warten sportliche Schwergewichte. Die drei Gegner im Überblick.

TSCHECHIEN

Die Tschechen schafften es überraschend souverän in die Hauptrunde.

Eine heftige 15:32-Niederlage im ersten Spiel gegen Spanien weckte das vom Trainer-Duo Jan Filip und Daniel Kubes gecoachte Team auf.

Es folgte ein Ausrufezeichen gegen Olympiasieger Dänemark (28:27) und ein weiterer Erfolg gegen die enttäuschenden Ungarn (33:27).

Bisher überragender Akteur der Tschechen ist Ondrej Zdrahala, der gegen Ungarn 14 Treffer erzielte und bis 2016 noch beim Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen gespielt hatte.

DÄNEMARK

Der nächste Gegner nach den Tschechen ist am Sonntag Dänemark - der Olympiasieger.

Die Dänen sind auch in Kroatien einer der Topfavoriten auf den Titel, überzeugend agierten sie in der Vorrunde aber nicht immer.

Wozu die Mannschaft um ihren Superstar Mikkel Hansen jedoch fähig ist, demonstrierte sie beim überzeugenden 25:22 zum Abschluss gegen Spanien.

Umso überraschender war zuvor jedoch die Pleite gegen die Tschechen.

SPANIEN

Zum Abschluss der Hauptrunde kommt es am nächsten Mittwoch zur Neuauflage des EM-Finales von 2016.

Dass die Spanier bei großen Turnieren schlagbar sind, hat die DHB-Auswahl bereits beim sensationellen Titelgewinn in Polen bewiesen - damals wurden die Iberer klar mit 24:17 bezwungen.

In Kroatien spielte die Mannschaft um die Stars Alex Dujshebaev, Raul Entrerrios oder Valero Rivera in den ersten zwei Spielen stark auf, unterlag dann aber den Dänen.

Für die DHB-Auswahl ist auch dieser Gegner schlagbar - dafür muss Prokops Team aber - wie in jedem Hauptrunden-Spiel - an seine Leistungsgrenze kommen.

So geht es in der Hauptrunde weiter

Neben dem DHB-Team haben sich auch Deutschlands Vorrunden-Gruppengegner Mazedonien und Slowenien sowie eben Spanien, Dänemark und Tschechien für die Hauptrunden-Gruppe 2 qualifiziert.

In Gruppe 1 spielen Schweden, Frankreich, Kroatien, Norwegen, Weißrussland und Serbien die zwei Halbfinalisten aus.

Alle sechs Teams jeder Gruppe nehmen ihre Punkte und Minuspunkte aus der Vorrunde aus den Spielen gegen die ebenfalls für die Hauptrunde qualifizierten Gegner mit.

Konkret bedeutet dies: Deutschlands 31:19-Sieg gegen Montenegro ist irrelevant, stattdessen sind nur die beiden 25:25-Unentschieden gegen Slowenien und gegen Mazedonien von Bedeutung.

Deutschland geht demnach mit zwei Punkten in die Hauptrunde, Mazedonien mit drei und Slowenien mit einem. Spanien, Dänemark und Tschechien starten die Hauptrunde mit jeweils zwei Punkten.

Die jeweils zwei besten Mannschaften der Hauptrundengruppen ziehen ins Halbfinale ein.

Der Spielplan könnte Deutschland beim erhofften Einzug in die Runde der besten Vier helfen.

Sollte sich das DHB-Team gegen Spanien ein "Endspiel" ums Halbfinale erkämpfen, würde die deutsche Mannschaft deutlich ausgeruhter ins Spiel gegen die Iberer gehen können.

Denn Spanien muss seine zweite Partie erst einen Tag vor dem letzten Spiel gegen das DHB-Team absolvieren, Deutschland hat vor dem letzten Gruppenspiel hingegen zwei Tage Pause. (dpa/tfr)

Der weitere Spielplan der Handball-WM 2018 in Kroatien

Gruppe 1, in Zagreb:

Donnerstag, 18.01.2018:
Serbien - Norwegen 18:15 Uhr
Kroatien - Weißrussland 20:30 Uhr
Samstag, 20.01.2018:
Schweden - Frankreich 18:15 Uhr
Kroatien - Norwegen 20:30 Uhr
Montag, 22.01.2018:
Serbien - Frankreich 18:15 Uhr
Schweden - Weißrussland 20:30 Uhr
Mittwoch, 24.01.2018:
Serbien - Weißrussland 16:00 Uhr
Schweden - Norwegen 18:15 Uhr
Kroatien - Frankreich 20:30 Uhr


Gruppe 2, in Varazdin:

Freitag, 19.01.2018:
Deutschland - Tschechien 18:15 Uhr
Slowenien - Dänemark 20:30 Uhr
Sonntag, 21.01.2018:
Deutschland - Dänemark 18:15 Uhr
Mazedonien - Spanien 20:30 Uhr
Dienstag, 23.01.2018:
Slowenien - Spanien 18:15 Uhr
Mazedonien - Tschechien 20:30 Uhr
Mittwoch, 24.01.2018:
Slowenien - Tschechien 16:00 Uhr
Mazedonien - Dänemark 18:15 Uhr
Deutschland - Spanien 20:30 Uhr


Finalrunde, in Zagreb

Freitag, 26.01.2018:

Halbfinale:
1. Gruppe 1 - 2. Gruppe 2 18:00 Uhr
1. Gruppe 2 - 2. Gruppe 1 20:30 Uhr

Spiel um Platz 5:
3. Gruppe 1 - 3. Gruppe 2 15:30 Uhr

Sonntag, 28.01.2018:

Spiel um Platz 3:
Verlierer HF1 - Verlierer HF2 18:00 Uhr

Finale:
Sieger HF1 - Sieger HF2 20:30 Uhr

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Handball-EM 2018: Der Kader der deutschen Nationalmannschaft

Am Freitag beginnt die Handball-EM 2018 in Kroatien. Nach dem letzten Testspiel gegen Island hat Handball-Bundestrainer Christian Prokop seinen Kader bekannt gegeben. Acht Europameister von 2016 sind wieder im Aufgebot.

Comments

  1. Christian Steinhagen

    In der Vorrunde waren wir der angesagte Favorit, aber körperlich nicht im Bilde mit 2 verlorenen Punkten... Schauen wir mal, ob Übersicht, Kraft und Spielverständnis dann wieder vorhanden sind.

  2. *****

    Dieser Kommentar wurde gesperrt und wird deshalb nicht angezeigt.

  3. Hans J. Witzmann

    Warten wir es doch einfach mal ab. Wir vor der Tastatur können am wenigsten für den weiteren Erfolg tun . . . Beim letzten Europasieg hat zunächst auch keiner damit gerechnet. Aber eine Wiederholung ist eher unwahrscheinlich. Andere wollen schließlich auch Europameister werden . . . Die Franzosen haben m.E. als einzige bis jetzt überzeugt.

  4. Klaus Hermann Lippert

    Die Konstellation in der jetzigen Gruppenphase lässt alles offen. Deutschland spielt jetzt gegen Mannschaften, die nicht Ex-Yugos sind, vielleicht liegen die ihnen besser. Hier ist auch Spanien nicht vor dem Rausfliegen gefeit.

  5. Horst Kranz

    Machen wir uns doch nichts vor.. das Deutschland die Gruppenspiele mit Glück einigermaßen überstanden hat doch jeder gesehen.. aber in Europa Spitze...dazu gehören wir nicht !!

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