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Südafrikas Regierungspartei ANC hat den umstrittenen Staatschef Jacob Zuma offiziell zum Rücktritt aufgefordert. Der Staatschef müsse im Interesse des Landes rasch seinen Amtsverzicht erklären, sagte Generalsekretär Ace Magashule am Dienstag.

Dies sei das Ergebnis der 13-stündigen Marathonsitzung des erweiterten Vorstands des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) vom Montag. Sollte Zuma sich weigern zurückzutreten, würde ihm wohl ein Amtsenthebungsverfahren im Parlament drohen.

Massive Korruptionsvorwürfe gegen Zuma

Zumas Nachfolger soll vermutlich der im Dezember neu gewählte ANC-Parteivorsitzende und Vizepräsidenten Cyril Ramaphosa (65) werden.

Der 75-Jährige Zuma steht im Zentrum massiver Korruptionsvorwürfe. Seine zweite Amtszeit würde regulär erst mit der Präsidentschaftswahl 2019 enden.

Nach einer Marathonsitzung hat Südafrikas Regierungspartei ANC Medienberichten zufolge entschieden, den umstrittenen Staatschef Jacob Zuma abzuberufen.

Das meldeten örtliche Medien am frühen Dienstagmorgen unter Berufung auf Quellen.

Zunächst habe der Präsident bei einem Treffen mit Vizepräsident Cyril Ramaphosa einem Rücktritt zugestimmt, aber verlangt, noch drei Monate im Amt zu bleiben.

Diese Forderung sei vom Komitee zurückgewiesen worden. Die Zeitung "Times" berichtete, es habe "13 brutale Stunden" gedauert, bis sich das Komitee entschieden habe.

Ramaphosa könnte auf Zuma folgen

Der Parteivorsitzende und gegenwärtige Vizepräsident Ramaphosa hatte am Sonntag auf einer Kundgebung erklärt, das Gremium werde im Interesse der Nation rasch den Übergang der Macht einleiten.

Der 65-jährige Ramaphosa gilt als wahrscheinlicher Nachfolger Zumas.

Ramaphosas Wagenkolonne hatte die Beratungen des Parteigremiums in Pretoria am Montag kurz vor Mitternacht verlassen, um sich mit Präsident Zuma zu besprechen, wie örtliche Medien berichteten. Die Wagenkolonne kam eine gute Stunde später zurück.

Zuma wird im Zusammenhang mit einer Luxussanierung seiner Privatvilla persönliche Bereicherung vorgeworfen.

Zudem soll er einer befreundeten Unternehmerfamilie Aufträge zugeschoben haben und ihnen unzulässig Einfluss auf Politik und staatliche Unternehmen gewährt haben. Zuma weist die Vorwürfe zurück.© dpa

Comments

  1. martin krueger

    "gibt es keine freunde mehr von : MANDELA ? diese sind des amtes würdig !" endlich mal eine neue vetternwirtschaft.

  2. Bernd Schulze

    zu #10 Rainer träum weiter

  3. Hansjörg Wechselberger

    #3caroline bischoff gibt es keine freunde mehr von : MANDELA ? diese sind des amtes würdig ! das könnte schwer werden solche zu finden wie Mandela.

  4. Rainer Peter

    Gott sei Dank gibt es in Deutschland keine Korruption. lol

  5. *****

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  6. Thomas Schumacher

    Zuma macht nichts anderes, wie die deutschen Politiker - absahnen, Vorteilsnahme, Lobbyisten hofieren und denen gewaltige Vorteile verschaffen, und bestimmt nicht das, für was sie eigentlich stehen sollten: fürs VOLK !!!

  7. Mario Stoltz

    Der Vorteil an solchen Systemen ist, dass man in aller Ruhe erstmal seine Schäfchen ins Trockene bringen kann und das völlig schmerzfrei, dann wird man gefeuert. Man spart dabei Unsummen an Verwaltungsgemeinkosten für Termine, Telefonate usw. mit einem Heer von Lobbyisten, Dienstfahrzeuge haben eine längere Laufzeit, Staatsanwaltschaften und Untersuchungsausschüsse werden entlastet usw. Also ich finde wir können da von den Südafrikanern lernen, wie man Steuergelder einspart. "Lean Corruption" , - mal was echt zielführendes...

  8. Paul Degowski

    Zuma ist ein cooles Computerspiel !!!

  9. Heiko Bender

    #2 Merkwürdig, daß immer jene behaupten, daß ARD und ZDF etwas nicht senden, die diese Sender gar nicht anschauen. Es handelt sich wohl eher wieder einmal um Hetze gegen die öffentlich rechtlichen Medien. Es gibt kaum eine verifizierte Info bei ARD und ZDF, die nicht in irgend einem Journal behandelt wurde. Tendenziöse Beiträge gibt es dennoch, vielleicht angestoßen von Mitgliedern der einen oder anderen Partei, gerade beim ZDF.

  10. Pondo Sinatra

    Der ANC wurde hauptsächlich weiterhin gewählt weil die Angst vor Apartheid noch zu groß war, es wurde schon vor einigen Jahren gegen die Korruption des ANC demonstriert, es war beeindruckend zu sehen, dass Schwarze und Weiße dort zusammen demonstriert haben! Ich bin der Meinung wir hätten schon vor etlichen Jahren mit unserer "Einmischungskultur" viel mehr erreichen können, v.a. viel günstiger!

  11. caroline bischoff

    gibt es keine freunde mehr von : MANDELA ? diese sind des amtes würdig !

  12. *****

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  13. Bernd Preis

    Tät bei uns auch mal nicht schaden, ein Machtwechsel.

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